Beschäftigung und Versicherung von Familienangehörigen

Beschäftigung von Familienangehörigen und ihre Sozialversicherung.

Die Beschäftigung von Familienangehörigen im eigenen Unternehmen (mitarbeitende Familienangehörige) und ihre Sozialversicherung sind sehr umstritten im deutschen Recht.

Der Versicherungsstatut in der Sozialversicherung ist für die beschäftigten Familienangehörigen (Ehemänner, Ehefrauen, Kinder, Geschwister, Eltern usw.) sehr wichtig. Es könnte sein, dass in der Zukunft den Familienangehörigen trotz des Abschlusses entsprechender Arbeitsverträge, ihrer Anmeldung in der gesetzlichen Sozialversicherung sowie der Abführung entsprechender Sozialversicherungsbeiträge, der Status eines Arbeitnehmers aberkannt wird und sie deshalb keine Leistungen aus der Sozialversicherung erhalten. Es kann dann zu der Versagung des Versicherungsanspruchs zum Beispiel aus der Arbeitslosenversicherung und der Rentenversicherung und so weiter kommen.

Die gezahlten Beiträge für die Familienangehörigen zu der Krankenversicherung können dann als freiwillige Beiträge und nicht als Pflichtbeiträge zu der Versicherung angesehen werden. Folglich können die entrichteten Beiträge nachträglich als Einkommen angesehen werden und entsprechende Einkommenssteuerschuld auslösen.

Die Arbeit von Familienangehörigen könnte als Familienhilfe oder die Tätigkeit eines Mitgesellschafters für ihr Unternehmen angesehnen werden. Die Institutionen der gesetzlichen Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung und der gesetzliche Unfallversicherung erkennen oft das Arbeitsverhältnis und die Verpflichtung der Versicherung der Familienangehörigen in der gesetzlichen Sozialversicherung wegen der s.g. Familienhilfe nicht an. Für die rechtliche Beurteilung der Mitarbeit von Familienangehörigen ist in der Ehe vor allem der Güterstand der Eheleute maßgeblich. Im Falle einer Gütergemeinschaft und der Zugehörigkeit des Unternehmens zu gemeinschaftlichen Vermögen, werden die mitarbeitenden Ehepartner in der gesetzlichen Sozialversicherung immer so angesehen, als ob sie nicht Mitarbeiter sondern Mitgesellschafter wären.

Wenn Sie zu dem Thema noch Fragen haben oder zu unrecht abgeführten Beiträge zu der gesetzlichen Sozialversicherung zurück verlangen möchten, wenden Sie sich dann bitte an unser Sekretariat um mit uns einen Beratungstermin zu vereinbaren.